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FAIR'N GREEN
Guidos Gedanken über den Sinn einer Fair’n Green Nachhaltigkeitszertifizierung:
Der englische Logiker und Philosoph Alfred North Whitehead brachte es treffend auf den Punkt: The proof of the pudding is in the eating!
Übertragen auf Nachhaltigkeit bedeutet das: Eine Zertifizierung sollte der Behauptung vorausgehen, nachhaltig zu handeln. Denn wer würde mit gutem Gewissen Auto fahren, ohne eine Führerscheinprüfung bestanden zu haben? Ansprüche, die man an sich selbst stellt, sollten auch für Dritte nachvollziehbar sein. Genau hier gewinnt eine offizielle Zertifizierung an Bedeutung.
Warum eine nachhaltige Zertifizierung im Weinhandel sinnvoll ist, welche Kriterien dabei geprüft werden und weshalb Nachhaltigkeit weit über „Bio“ hinausgeht, möchte ich im Folgenden erläutern – inklusive eines kurzen Blicks auf das Thema „Greenwashing“.
Wein blickt auf eine rund 8.000 Jahre alte Geschichte zurück und wird weltweit von Menschen für Menschen hergestellt. Er ist kein lebensnotwendiges Gut, sondern ein Natur- und Kulturgut mit starkem Herkunftsbezug – einem echten „Sense of Place“. Diese Verbindung aus Tradition, Wandel und Vielfalt macht Wein für mich so faszinierend. Gleichzeitig entsteht er stets im Kontext seiner Zeit – Veränderung ist Teil seines Wesens.
Gerade weil Wein dem Genuss dient, sollte er so produziert und gehandelt werden, dass dabei möglichst geringe negative Auswirkungen entstehen. An diesem Punkt wird Nachhaltigkeit für mich im Weinbau und -handel zentral.
Der Weinhandel ist kein klassischer Lehrberuf. Der Einstieg ist offen, was Vielfalt und Individualität fördert. Häufig ist persönliche Leidenschaft die treibende Kraft – ein wertvoller Motor, der jedoch allein nicht ausreicht, um nachhaltiges Handeln sicherzustellen. Verlässliche Informationen, klare Kriterien und kontinuierliche Weiterentwicklung sind notwendig, um langfristig verantwortungsvoll und erfolgreich zu arbeiten.
Ebenso entscheidend ist der Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette – mit Kollegen, Produzenten und unabhängigen Experten. Gerade externe Beratung im Rahmen eines Zertifizierungsprozesses liefert wertvolle Impulse. Eine fundierte Bestandsaufnahme sowie konkrete Verbesserungsvorschläge im Prüfbericht helfen dabei, den eigenen Betrieb gezielt weiterzuentwickeln.
Das Nachhaltigkeitssystem von Fair’n Green basiert auf drei zentralen Säulen, ergänzt durch eine vierte, die individuell an die jeweilige Rolle innerhalb der Wertschöpfungskette angepasst wird:
- Betriebsführung: Analyse von Wirtschaftsplanung, Kennzahlen, Prozessen, Investitionen, Digitalisierung, Marketing und Innovationsfähigkeit.
- Umwelt: Erstellung einer Ökobilanz sowie Bewertung von Energie-, Wasser- und Ressourceneinsatz, ergänzt durch Themen wie Recycling, Abfallmanagement und Bauplanung.
- Gesellschaft: Betrachtung von Unternehmenswerten, Arbeitsbedingungen, Vergütung, Weiterbildung sowie gesellschaftlichem Engagement.
- Spezifische Kriterien: Je nach Betrieb – etwa im Weingut (z. B. Biodiversität, Boden, Kellerwirtschaft) oder im Handel (Sortiment, Einkauf, Qualitätsmanagement, Logistik).
Der Zertifizierungsprozess gliedert sich in fünf Schritte: Zunächst werden die Mindestanforderungen geprüft, anschließend ausgewertet und in einer Status-quo-Analyse zusammengeführt. Es folgt eine unabhängige Kontrolle, bevor die Zertifizierung erteilt wird.
Ein entscheidender Unterschied zu vielen anderen Systemen: Die Zertifizierung muss jährlich durch nachweisbare Verbesserungen bestätigt werden. Nachhaltigkeit wird so zu einem kontinuierlichen Prozess – und nicht zu einer einmaligen Maßnahme. Oberflächliches „Greenwashing“ wird dadurch deutlich erschwert.
Wichtig ist mir die klare Abgrenzung zu Bio: Eine Nachhaltigkeitszertifizierung ersetzt diese nicht, sondern ergänzt sie sinnvoll. Während Bio vor allem den Pflanzenschutz fokussiert, betrachtet Nachhaltigkeit das gesamte Unternehmen – von ökologischen über wirtschaftliche bis hin zu sozialen Aspekten. Ein nachhaltiger Betrieb entsteht erst durch das Zusammenspiel all dieser Faktoren.
Gerade in einer Zeit, in der politisches Engagement beim Klimaschutz teilweise nachlässt, sehe ich Unternehmen stärker in der Verantwortung. Im eigenen Wirkungsbereich lassen sich konkrete Veränderungen umsetzen – und deren positive Effekte oft direkt erkennen.
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet weitere Informationen unter:
https://www.fairandgreen.com/fairn-green-siegel/
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