WEINHÄNDLER DES JAHRES 2019*

Meet the Team: Anja

Anja ist nicht nur Fotografin mit einem hervorragenden Auge, Foodie, großartige Köchin und begabte Handwerkerin. Als Guidos Lebensgefährtin und Partnerin in Crime ist sie auch seit der ersten Stunde in viele Bereiche unseres täglichen Geschäfts eingebunden. Ihre Fotos von den gemeinsamen Weinreisen bereichern unsere Website und unseren Onlineshop. Mit detektivischem Spürsinn kümmert sie sich außerdem um unsere Buchhaltung.

Und als wäre das nicht schon genug, hat sie mit dem jährlichen w&s-Weihnachtsmarkt einen der schönsten Termine in unserem Kalender ins Leben gerufen.

Hier beantwortet sie in unserer "Meet the Team"-Reihe 7 Fragen.

Mit welchem Geruch verbindest du deine Jugend?
Frisch geschnittenes Gras und Gülle – wer im Allgäu aufgewachsen ist, weiß, wovon ich rede.
Manchmal roch sogar die frisch gewaschene Wäsche nach Letzterem, wenn man sie nicht schnell genug reingeholt hat, bevor der nächste Bauer seine Runden drehte.

Welcher Wein hat dich geprägt? Und warum?
Eine Kracher Trockenbeerenauslese (den Jahrgang habe ich in der Zwischenzeit vergessen).
Einer der ersten Fotojobs nach meinem Studium an der Fachakademie für Fotodesign war für Divino, ein Münchener Weinmagazin.
Bei einer der Verkostungen, die ich fotografisch begleitet habe, durfte ich diesen Wein probieren, und er hat mein Interesse für dieses Getränk geweckt.
Bis dato hatte ich beim Ausgehen eher Bier getrunken, da war die Qualitätsamplitude nach unten nicht so hoch.

Wenn es auf der Welt nur drei Weine gäbe, welche sollten das sein? Und warum genau diese?

Champagner: Der geht immer – vor dem Essen, zum Essen, nach dem Essen und besonders, wenn man was zu feiern hat.

Bordeaux: Der altert gut, und den verträgt mein Kopf, wenn er gereift ist, auch am nächsten Tag am besten.

Tokaji – am liebsten von István Szepsy, falls mir nach was Süßem zumute ist.

… Oder doch lieber Madeira?
     Aber Weißwein braucht die Welt doch auch …
     Was soll ich sonst zu meinen Vorspeisen, Fisch- und Gemüsegerichten trinken?
… Und Burgunder und die ganzen autochthonen Rebsorten, die von kleinen Winzern aus jahrhundertealten Reben produziert werden.

… Blöde Frage. Meine Welt braucht Vielfalt!

Was wärst du gerne, wenn du nicht bei walter&sohn wärst?
Fotografin (bin ich sogar), Köchin, Weltenbummlerin, Privatière – dann wäre ich heute dies und morgen das, könnte ein Praktikum nach dem anderen machen und überall dazulernen, wo es mich gerade hinzieht.
Heute in der Küche, morgen beim Schreiner, dann im Design-Studio … Mir würde genügend einfallen, denn ich bin sehr neugierig. Jedenfalls würde ich sicher viel mit meinen Händen arbeiten.

Deine schlimmste Geschmacksverirrung
Geschmacksverirrung? Ich finde alles gut, was ich mag.

Ich wär’ so gerne …
fähig, mich hinzubeamen, wo immer ich gerade sein möchte.
Dann würde ich schon heute Abend Sushi in Tokio essen und morgen früh auf Sizilien Sorbet im Brioche frühstücken.
Ich glaube, im Winter würde mich hier niemand antreffen. Außer vielleicht an Weihnachten, um mit unseren Freunden auf dem Land zu feiern. Die Geschenke kämen dann aus aller Welt.

Wann bist du zuletzt an deine Grenzen gekommen?
Beim Ausfüllen dieser Fragen. Ich hasse es, über mich selbst zu schreiben.